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ZAHLEN & DATEN

Weiterführende Informationen zum Thema Kies- und Sandabbau

KIESBEDARF

Stand 2021

Die Nachfrage nach Sand und Kies hat sich in den letzten drei Jahren nach Schätzung von Experten weltweit verdreifacht. Neutrale Studien über den tatsächlichen Bedarf sind uns nicht bekannt. Für Exporte erhält die Kiesindustrie ca. elf Euro pro Tonne. Bei nationalem Absatz liegt der Preis bei etwa sechs Euro pro Tonne. Ein lukratives Geschäft. Einzig die abgebaute Menge stellt somit den „Bedarf“ dar. Folglich: Je fortgeschrittener der technische Abbau und die Absatztätigkeiten insbesondere im Ausland optimiert werden, desto mehr Flächen werden der Kiesindustrie als sogenannter „Bedarf“ neu zugewiesen.

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WAS BEDEUTET BEDARF?

Stand 2021

Der Begriff "Bedarf" ist im Gesetz nicht weiter spezifiziert. Bis 2015 war im Landesentwicklungsplan NRW der Bedarf zumindest noch auf den "heimischen Bedarf" eingeschränkt. Doch mit der Gesetzesnovelle in 2015 ist der Zusatz "heimische Rohstoffe" im Landesentwicklungsplan NRW gestrichen worden. Verwunderlich ist, dass NRW den regionalen Bezug aufgehoben hat. Demgegenüber bezieht sich das Umweltbundesamt in wissenschaftlichen Beiträgen und Studien auf regional gewonnene und regional zu verbrauchende Rohstoffe.

WER LEGT FEST, WO ABGEBAUT WIRD?

2021

Wo genau diese Flächen vorgesehen sind, wird im Regionalplan festgelegt. Dieser hat zwingend die Gesetze des Landes – also die Vorgaben aus dem Landesentwicklungsplan (LEP) umzusetzen.

Aktuell gilt u. a. für die Kreise Wesel, Kleve und Viersen der sogenannte Gebietsentwicklungsplan aus dem Jahr 1999. Dieser wurde noch vom Regierungsbezirk Düsseldorf erstellt. 2009 wurde der Regierungsbezirk Düsseldorf in zwei Planungsbereiche aufgeteilt Regionalverband Ruhr (RVR) und dem verbliebenen Planungsraum der Bezirksregierung Düsseldorf.

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AUSBLICK 
(BIS DATO)

2021

Wenn wir weiter ungebremst so viel Kies und Sand abbauen, wie der nationale und internationale Markt nachfragen, wird die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Niederrheins zerstört.
Die Ressource Sand und Kies wird langfristig vernichtet. Die Flächen sind für folgende Generationen, egal was diese planen damit zu tun, für immer verloren. Das zu Zeiten, in der Umweltschutz mehr denn je innere Haltung und politische Ziele bewegt – immer dort, wo wertvolle Flächen, zur Gewinnung von Profiten, der Allgemeinheit und zu Lasten der folgenden Generationen, entzogen werden.

ALTERNATIVEN

Stand 2021

Nicht erst seit heute ist bekannt, dass vor allem mineralische Ressourcen stark begrenzt sind und nicht ewig für das vorhalten, was unser Hunger an Rohstoffen verlangt. Durch viele Gespräche mit Politik und anderen Initiativen und mit Blick auf die Baubranche, gehen wir davon aus, dass es bis zum Jahr 2035  eine Bedarfssteigerung um 19.5% allein für den Abbau von Kies und Sand geben könnte. Daher ist es dringend angeraten,  umzudenken. Die Herausforderung liegt wie so häufig in der praktischen Umsetzung. In Ausschreibungen für den Bereich Bau werden explizit nur natürliche Gesteinskörnungen ausgeschrieben, wodurch der Einsatz von Alternativen ausgeschlossen ist. 


Aber es ginge auch anders!

Stichwort Urban Mining -  für einen ressourcen-optimierten Einsatz von Natur- und Ersatzbaustoffen (beispielsweise Ziegel, Beton, Holz, Glas, Metalle).


Weg vom so genannten Abfall, hin zum Wertstoff, also schlicht und einfach Baustoffrecycling. Die Abfallwirtschaft würde so zur Rohstoffindustrie.

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Wir setzen uns ein, für den Erhalt des Niederrheins